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Biotopa
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Der traditionelle Mauerbau führt weit in die Vergangenheit der Menschheit zurück. Ursprünglich wurden Steine in Landflächen aufgelesen und an den Rand getragen, damit die Fläche urbar wurde. Gleichzeitig schützte die so entstandene Mauer den Acker und bezeichnete die Grenzen des Besitzes.
In Weinbaugebieten wurden die steilen Hänge mit Trockenmauern terrassiert. Wer im Tessin abseits der Touristenpfade wandelt, erkennt, dass ein grosser Teil der südexponierten Hänge in den steilen Bergregionen für die Landwirtschaft und Weinbau terrassiert war. Leider verfallen diese wertvollen Biotope zusehends, weil der wirtschaftliche Nutzen den Aufwand für Ernte und die Pflege der Anlagen bei weitem übersteigt. Da früher Materialtransporte in den steilen Hängen schlichtweg unmöglich waren, wurden die örtlich vorkommenden plattigen Steine verwendet. Bindemittel wie Zement gab es zu dieser Zeit noch nicht oder sie waren unerschwinglich für die mittellose Landbevölkerung. So entstand der traditionelle Trockenmauerbau.
Bei der Wahl von Materialien sind Natursteine zu bevorzugen.Mauern bis zirka einen Meter Höhe sind meist unproblematisch in der Verarbeitung. Bei Unsicherheiten lässt man sich mit Vorteil von einem Gartenfachmann beraten.
Der Fundamentgraben wird mit Wandkies gefüllt, der gut verdichtet wird. Das Fundament ist etwas breiter als der Mauerfuss und sollte auf gewachsenem Boden stehen. Damit die Mauer den richtigen Anzug hat (10 bis 15 Prozent), wird mit Pfählen und Dachlatten ein einfaches Schnurgerüst erstellt. Das Schnurgerüst sollte den Mauerbau nicht behindern und sich ausserhalb des Arbeitsbereiches befinden.
Den ersten Schichten der Mauer ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken.Sind diese sorgfältig aufgebaut, wird auch der Rest der Mauer einfach zu erstellen sein. Der Mauerfuss wird in einer Breite von einem drittel der Endmauerhöhe gefertigt. Damit ist gewährleistet, dass die Mauer genügend standfest ist.
Wichtig bei der Hinterfüllung ist, dass immer frostsicheres Material verwendet wird. Während des Maueraufbaus legt man spezielle Mauerpflanzen in die vorbereiteten Nischen ein. (siehe "Pflanzen für Trockenmauern") Diese Nischen werden V-förmig ausgebildet und mit nährstoffreicherem Material aufgefüllt, damit den Pflanzen genügend Substanz zur Verfügung steht. Die Hintermauerung muss sorgfältig ausgeführt werden. Von der ausreichenden Einbautiefe der Binderschichten hängt weitgehend die Standfestigkeit der Trockenmauer ab. Binder sind Steine, die über die ganze Mauertiefe reichen. Das Fugenbild einer Trockenmauer kann sehr unterschiedlich gearbeitet sein. Mann kennt das Wechselmauerwerk oder schottischer Verband, das Schichtmauerwerk oder das Bruchsteinmauerwerk. Die Krone der Mauer sollte mit einem Kronstein oder einer Kronenplatte deckelartig abgeschlossen werden. Es ist darauf zu achten, dass der Abschluss der Mauer mit einem schweren Stein gefertigt ist, damit bei Arbeiten oberhalb der Mauer keine Verschiebungen der obersten Schicht möglich ist.
Zimbelkraut (Cymbalaria muralis) Stinkender Storchenschnabel (Geranium robrtianum) Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) Mauerpeffer (Sedum acre) Leimkraut (Sedum vulgaris) und weitere:
Literaturhinweise: Natursteinarbeiten Alfred Baetzner Ulmer Verlag
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